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Alant
(Asteraceae Compositae)
Volksnamen: Brustalant, Darmwurz, Helenenkraut, Odinskopf


Pflanzenbeschreibung:
Alant ist ein Korbblütengewächs.
Diese Pflanze hat einen steif aufrechten, behaarten und gefurchten Stengel, der oben verzweigt ist. Seine Höhe beträgt bis zu 2,5 m.

Seine Grundblätter sind langgestielt und elliptisch. Alle Blätter sind an der Unterseite filzig behaart und am Rand gekerbt oder gezähnt.

Die großen Blütenköpfe haben oftmals einen Durchmesser von 6 bis 7 cm.
Sie sind gelb und einzeln oder in lockerer Doldentraube angeordnet.

Blütezeit:
Die Blütezeit vom echten Alant ist im Juli bis August

Sammelzeit:
September bis Oktober
Für Heilanwendungen werden Wurzeln und Blüten dieser Pflanze verwendet.

Standort/Vorkommen:
Er wächst an feuchten Standorten, besonders in Ufergebüschen, Hecken, Parkananlagen und Wiesengräben sowie an Waldwegen und- rändern.

Früher wurde er besonders auf dem Lande als Zier- oder Heilpflanze in Gärten gezogen und ist daraus verwildert.

Heilwirkung:
Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze sind antibiotisch wirksam.
Helenin hat bei gleichzeitig krampflösende Eigenschaften dämpfende Wirkung auf Reizhusten.

Oftmals verwendet man sie wegen ihres hohen Inulingehaltes Nahrungsmitteln für Diabetiker.

Nebenwirkungen:
Eine Überdosierung führt zu Erbrechen und Magenschmerzen. Allergien sind häufig.
Das BGA (Bundesgesundheitsamt - Kommission E) hält die Wirksamkeit der Alantwurzel für nicht ausreichend belegt und rät deshalb von ihrer der Anwendung ab.


geschichtlich/mystisch:
Im Altertum wurde der Alant den Speisen als Gewürz zugesetzt, im Mittelalter jedoch häufig zu Heilzwecken verwendet.

Die Droge fand daher früher bei Erkrankungen der Atmungsorgane, wie chronischer Bronchitis, Keuchhusten und Tuberkulose, Anwendung.

Im Volksglauben der slawischen Völker spielte der Alant von jeher bei Liebesorakeln eine große Rolle.
Es diente als Mittel gegen Alpdrücken und gegen das Verschreien der Kinder.



                     Rezepturen


Alantwurzel kleinschneiden und kochen.
Dann den Sud mit Honig verrühren.

So eingenommen fördert Alant die Schleimabsonderung und reinigt das Blut.