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Angelika/Engelwurz
(Angelica Archangelica)


Pflanzenbeschreibung:
Angelika ist ein Doldengewächs, das bis zu 2 m hoch werden kann.
Sein Stengel ist hohl, gerillt und rötlich.

Die Blätter sind an der Unterseite blaugrün und 1 bis 3fach fiederteilig.

Die kleinen, grünlich-weißen blüten sind in 20 - 40strahligen Doppeldolden (halbkugelig) angeordnet.

Blütezeit: Juli bis August

Sammelzeit:
Da diese Pflanze mit dem giftigen Wasserschierling verwechselt werden kann, sollte man diese Pflanze lieber nicht selbst sammeln.


Standort/Vorkommen:
Angelika gedeiht in ganz Nordeuropa und Nordasien an Flußufern und auf Wiesen.
In Deutschland wächst die Pflanze besonders auf feuchten Wiesen im Mittelgebirge und in den Schluchten höherer Gebirge.

Heilwirkung:
Angelika wirkt antiseptisch, abwehrsteigernd und kraftspendend. Auch Erkältungskrankheiten und Erschöpfungszustände werden vertrieben.
    Einreibung mit dem Öl bei rheumatischen Beschwerden
    Massage des Bauches bei Menstruationsbeschwerden
    Kompressen bei entzündeter Haut
    Verdunstung (als Öl in der Duftlampe) zur Abwehr von Infektionen und zur allgemeinen Stärkung
    Ein Angelikawurzelbad empfiehlt sich bei depressiven Zuständen.
Pflanzenbotschaft:
"Gib nicht auf, du wirst es schaffen!"

Angelikaöl ist gut für alle, die sich mehr Durchhaltekraft wünschen.
(Info:Für die Gewinnung des Öls (1 kg Essenz) werden etwa 300 kg getrocknete Wurzeln und Früchte dieser Pflanze benötigt.)

psychisch-seelische Wirkung:
Wenn Angst, Zaghaftigkeit, Entscheidungsschwäche und Mutlosigkeit am Lebensnerv nagen, dann regt Angelika-Öl wieder die "Ich"-Kräfte an.

Nebenwirkungen:
Die mißbräuchliche Anwendung dieser Pflanze kann wegen zu Lähmungen des Zentralnervensystems führen!

Die in Angelikawurzel enhaltenen Furocumarine machen die Haut lichtempfindlicher und können in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung zu Hautentzündungen führen.
Für die Dauer der Anwendung von Angelikawurzel oder deren Zubereitungen sollte daher auf längere Sonnenbäder und intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden.

Angelika kann leicht mit Roßkümmel oder dem giftigen Schierling verwechselt werden. - VORSICHT!!!


geschichtlich/mystisch:
Ihren Namen "Engelwurz" hat diese Pflanze aufgrund ihrer besonderen Heilwikung bereits
im 10. Jahrhundert erhalten.
Einer alten Legende zufolge hat der Erzengel Gabriel einem weisen Einsiedler die Engelwurz gebracht, auf daß er hiermit die Pest bekämpfe.
Während der Pestepedemien kauten die Ärzte auf der Wurzel.

Als Sinnbild des heiligen Geistes oder als "Dreifaltigkeitsblume" wurde Angelika sehr oft in künstlerischen Darstellungen als Symbolpflanze abgebildet. Man verlieh ihr den Namen wie z.B. "Wurzel des Heiligen Geistes".

Früher wurde die Engelwurz bei der Herstellung von Melissenheilwasser sowie bei bestimmten Arten von Balsam verwendet.

Angelika wurde auch als Arznei verwendet gegen Verzauberung und Hexerei, sowie als Mittel, um geliebt zu werden. (Liebeszauber)
Sie wurde als weissmagisches Mittel gegen dunkle Mächte, für Schutzzauber und ihre Wurzel als Schutztalisman angewendet.
Diese Pflanze ist Aphrodite und Venus geweiht.
Astrologisch wird sie der Sonne zugeordnet.

Heute noch wird sie von den Lappen und den Eskimos als Nahrung hochgeschätzt.


                        Rezept

                  Angelikalikör
    ca. 2 Handvoll Angelikawurzel
    1 l Schnaps
für sieben Tage ansetzen.
Dann abfiltern und 1/2 Glas Honig darin auflösen.

1 Likörglas mittags und abends vor den Mahlzeiten einnehmen.
Wirkt appetitfördernd und beruhigend bei nervösem Magen.

Dieser Likör kann auch Marmeladen und Grütze ferfeinern.