Arnika (lat. Arnica Montana) Vollksnamen: Wohlverleih, Fallkraut, Wundkraut
Pflanzenbeschreibung:
In Deutschland steht Arnika unter NATURSCHUTZ und darf nicht gesammelt werden!!!
Arnika ist ein Korbblütler. (Viele Menschen vertragen Korbblütler nicht so gut.)
Standort/Vorkommen: Gelborange blühende Pflanze, die vor allem auf Gebirgswiesen, Torfmooren oder Magerrasen anzutreffen ist.
Heilwirkung:
Wenn wir mit den Kindern wegfahren, dann hab ich immer Arnika in homöopathischer Form dabei...man weiß ja nie...so kleine "Monster" stoßen sich so oft oder fallen schnell hin. Doch wozu eigentlich Arnika?
- hilft gegen blaue Flecke - fördert die Wundheilung - lindert Venenentzündungen - Halsweh - stärkt das Herz
Einreibungen mit Arnikatinktur lindern Gicht und Rheuma.
Pflanzenbotschaft:
"Komm her, ich heile deine Wunden."
psychisch-seelische Wirkung:
Arnikaöl hilft bei schweren Schockzuständen. Es wirkt lösend und ableitend bei allen seelischen Schmerzen und Wunden.
Vor Operationen, Geburten, Prüfungen, Verhandlungen, Trennungen sollte man dieses Öl in der Duftlampe verwenden.
Nebenwirkungen:
Die Pflanze darf innerlich nur mit sehr großer Vorsicht angewendet werden. Bitte vorher mit dem Arzt besprechen.
Überdosierungs- und Vergiftungserscheinungen sind:
Herzjagen, Benommenheit, Schwindel, Atemnot und sogar Herzkreislaufstillstand!!!!!!!!!!!!!!!!!!
geschichtlich/mystisch:
Arnika galt früher als Aphrodisiakum und wird erst seit dem 15. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet.
Schon Goethe soll mit Arnika-Tee seine Herzkrämpfe gelindert haben, und für Sebastian Kneipp war Arnika das beste Hausmittel in der Wundversorgung.
Als mythologische Figur symbolisierte er in heidnischen Zeiten die Kraft des Feldes, den Geist des Kornes, und gab die Energie zum Reifen.
Arnika trägt das wilde Wesen des Wolfes in sich und wird deshalb auch Wolfsblume genannt. Aus ihren Blüten blitzt die eingefangene Bergsonne und erinnert an die gelben Augen eines Wolfes.
Im Spätsommer, wenn sich der Wind raschelnd in den Ähren verfängt, streifte der Kornwolf durch das Getreide.
Sobald er das Feld verließ, verdorrte das Korn.
Damit der Kornwolf nicht schwand, steckten die Bauern Arnika um ihre Äcker. Als Wolfspflanze konnte sie den Kornwolf daran hindern, sein Feld zu verlassen.
Sobald das letzte Korn geschnitten war, entwischte er und schlüpfte in die letzte Garbe. Diese wurde von den Menschen häufig geschmückt und dann unter großem Jubel ins Dorf getragen.
Die Arnika war der Freya geweiht und gehörte zu den wichtigstenKräutern. Sie durfte neben dem Johanniskraut und dem Farnkraut in keinem Sonnenwendritual fehlen.
Auch beim Wetterzauber spielte die Arnika eine Rolle und wurde zum Räuchern bei Gewitter benutzt:
"Steck Arnika an, steck Arnika an,
damit sich das Wetter scheiden kann!"
Später im Christentum wurde die Arnika zu Johanni von den Bauern um die Felder gesteckt, um das Getreide vor dem Bilwisschnitter - dem Korndämon -zu schützen.
Rezept
1 Teil Arnikablüten
10 Teile Alkohol (70%) mischen und 14 Tage stehen lassen.
Dann abseihen
Anwendung:
1 EL der entstandenen Tinktur in 1/2 Glas Wasser geben.
Darin ein Leinentuch tränken und auf die Wunde auflegen.
(Merke: TINKTUR NIEMALS PUR!!!)
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