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Rituale geben Halt
Jeder von uns kennt Rituale.
Doch was genau sind Rituale und wofür brauchen wir sie?

In Ritualen wird durch bestimmte Handlungen und Zeremonien ein besonderer Erlebnisraum geschaffen, der mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden kann.
die Fülle
Ein Ritual ist verlässlich und individuell.
Rituale sind immer dann sinnvoll, wenn eine Situation oder ein bestimmter Zustand nachhaltig verändert werden soll.

Zitat:
Rituale sind Handlungen, die jeder selbst entwerfen und durchführen kann.
Sie helfen, die Bedeutung besonders wichtiger Situationen hervorzuheben und ihnen Raum und Würde zu geben.Sie sind eine Lebenshilfe.

Durch sie werden neue Kräfte aktiviert und es fällt leichter sich auf bestimmte Begebenheiten (Trauer, Umzug, Arbeitsplatzwechsel...) im Leben einzulassen.

Rituale sind wie Eckdaten, die eine Orientierung in unser schnelllebigen Zeit ermöglichen.
Sie geben Halt und bieten Sicherheit. Auch können sie helfen, sich während bestimmter Situationen (z. B: Trauer) mit ihren wechselnden Gefühlen nicht zu verlieren.

In unserer Kultur wurden viele alte Rituale (z. B. Trauerrituale) schon früh durch kirchliche Rituale abgelöst, denn manche waren der Kirche zu grausam oder zu unverständlich.
Die kirchlichen Rituale reichen aber nicht immer aus. Es ist deshalb wichtig, eigene Rituale zu entwickeln.

Ein Ritual kann so einfach sein, wie eine Kerze anzuzünden oder Blumen in einer Vase zu arrangieren.
Es kann täglich durchgeführt werden, an bestimmten Tagen oder nur ein einziges Mal.
Rituale müssen keinen starren Handlungsabläufen unterliegen.
Wenn jemand ein Ritual durchführt, dann kann es jederzeit den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.


(aus "Glücklose Schwangerschaft - Wege durch die Trauer nach dem Tod des Babys" - Sabine Hamann - 2000)


Übrigens: Rituale entlasten das Gehirn, denn über alles, was uns in Fleisch und Blut übergegangen ist, müssen wir nicht mehr nachgrübeln. Gehirn.